Dienstag, 20. März 2012

Buchtip!




Am 13. März 1991 begannen die 90er Jahre. Nur wenige Meter vom ehemaligen Todesstreifen entfernt eröffnete in einer massiven unterirdischen Stahlkammer der Club Tresor. Von hier aus breitete sich mit 180 BPM die Jugendkultur aus, die Ost und West vereinte: Techno.
Nach dem Sturz der Mauer stehen überall in Berlin ungenutzte Flächen und Gebäude bereit, mit neuem Leben gefüllt zu werden. Die Besitzverhältnisse sind ungeklärt, und so erobert die Szene aus beiden Teilen der Stadt die neuen Freiräume. Clubs, Galerien, Ateliers und Studios entstehen – oft nur für wenige Wochen. Bald schon ist Berlin Epizentrum einer neuen Kultur, lockt mit Clubs wie dem Tresor und dem E-Werk Tausende Anhänger aus aller Welt an. Sie tanzen in Gasmaske oder Schweißerbrille die Nacht hindurch zum Preßlufthammersound bisher unbekannter DJs aus Detroit. Unter ihnen auch Schriftsteller, Künstler, Fotografen und Designer. Schnell wächst Techno zu einer Bewegung der Massen, die in der Loveparade ihre schillerndste Blüte treibt.
DJs, Clubmacher, Musikproduzenten, Türsteher und Szenegestalten, Menschen aus der Mitte der Bewegung und von ihren Rändern, sie alle kommen in Klang der Familie zu Wort und lassen eine Zeit lebendig werden, in der alles möglich schien.

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